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Nächste Woche ziehe ich für mein Praxissemester um und ertrinke schon seit gut einer Woche in Kisten. Wann immer ich zwischen neuer und alter Wohnung hin und her fahr, begleiten mich je nach Richtung volle oder leere Umzugskisten. Die letzte Ladung wird am Dienstag gemeinsam mit den Möbeln in einen Transporter gepackt und dann wartet nur noch der Auspackhorror auf mich.
Ich hab also genug gute Ausreden, warum ich hier schon seit fast 3 Wochen nix geschrieben hab, falls irgendjemand auf die Idee kommen könnte, sich drüber zu wundern.

Zum Abschluss noch der Beweis, dass Umzugskisten gefährlich sind:

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Erfolgsrezept

Nachdem heute schon eine Woche der Exkursion vorbei ist, bietet sich auf der langen Fahrt nach Berlin die Möglichkeit, die Zutaten für eine erfolgreiche Exkursion vorzustellen.

Man nehme:
- ein eigenes Kopfkissen (um die langen Busfahrten und die Nächte in zweifelhaften Hotelbetten zu überstehen)
- eine Jahrespackung Oropax (zum Bau einer gigantischen Wachshöhle, die singende Menschen vor dem Fenster dämpft)
- Klebeband (hervorragend geeignet um Dummschwätzern den Mund zuzukleben)
- Tabletten gegen Übelkeit (hilfreich nach dem nächtlichen Versuch, sich in Caipi zu ertränken)
- einen verständnisvollen Exkursionsleiter, der einen auch mal einen Vormittag im Bett verbringen lässt (und währenddessen den Rest der Gruppe durch die Stadt schleift)
- wesentlich weniger Klamotten als gedacht (wer sagt denn, dass man eine Hose nicht zwei Wochen am Stück tragen kann?)
- was natürlich auch nicht fehlen darf, sind nette Zimmermitbewohner, die einem zwar die Decke klauen, wenn man nicht schnell genug ist, aber ansonsten bedeutend zu einem angenehmen Exkursionsklima beitragen

All das füllt man dann in einen großen Topf, fügt eine große Menge belegte Brote und Schokolade hinzu, rüht dreimal kräftig um und verteilt die Mischung in kleinen Dosen an die Teilnehmer. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass sich keine explosiven Verbindungen bilden und genießt.

Sommer, Sonne…

… Strand und Meer. Das hab ich seit zwei Tagen und auch noch ein paar folgende: das ganze nennt sich große Exkursion und ist super (sofern man ein stabiles Nervenkostüm hat ^_^).

Momentan sind wir in Wilhelmshaven (hässlich), gestern waren wir zur Wattwanderung auf Wangerooge (matschig und toll) und im Torfwerk sind wir durchs Moor gestapft (super interessant).

Und da Bilder viel gesprächiger sind als doofe Wörter, kriegt ihr das jetzt auch noch ein paar:

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Abschluss

Semesterende ist was Seltsames. Das ist nicht wie Schuljahresende, wo alle zusammen mit den Zeugnissen in der Hand aus dem Schulhaus stürmen und sechs Wochen Freiheit vor sich haben. Semesterabschluss ist eine zerfledderte Ansammlung von letzten Stunden, Abschlussklausuren Wochen vor und nach dem tatsächlichen offiziellen Ende und Tschüss-Sagen zu den Leuten, die man vielleicht nie wieder sieht, weil man nur zufällig für ein Semester im gleichen Seminar gelandet ist.

Manche Kommilitonen haben schon vor einer Woche “Juchhu Ferien!” in Facebook gepostet, damit sich der Rest der Welt noch schlechter fühlt. Und andere fangen grad erst damit an, auf ihre Abschlussklausuren zu lernen.

Feriengefühl kommt da irgendwie nicht so richtig auf. Auch und vor allem dann, wenn man weiß, dass die Semesterferien dem, was wir in der Schulzeit mal als Ferien kannten, irgendwie nicht so wirklich ähneln. Wir werden trotzdem für die Uni lernen, Hausarbeiten schreiben, mit Dozenten auf Exkursion gehen. War es nicht immer das schönste an den Ferien, dass man 6 Wochen lang keinen einzigen Lehrer sehen musste? Jetzt kloppt man sich um Plätze in den Feriensprechstunden (die dann doch wieder per Mail nachts um Drei abgesagt werden), um auch ja früh genug (und früher als alle anderen) irgendeine Arbeit besprechen zu können, die man dann doch erst wieder 3 Tage vor dem Abgabetermin so wirklich richtig anfängt.

Klingt alles irgendwie deprimierend. Ist es auch. Und trotzdem auch spannend und schön und etwas ganz Besonderes.

Eigentlich schade…

… dass es noch keine Technik gibt, um Gerüche über das Internet zu verbreiten. Sonst würde hier nämlich neben den Hefe(-Nuss-)zopf-Fotos auch eine Geruchsdatei stehen, die euch zeigt, was ihr verpasst. Es riecht sooooooo lecker!!! Geht aber leider nicht, also hier nur das Foto und ihr stellt euch einfach einen leckeren, warmen, frischgebackenen Hefezopf-Geruch vor, multipliziert den ein paar Mal mit sich selber und habt dann ungefähr den Geruch, der mich hier grade umschwebt.

waaaaaaahhhh

In Tübingen ist heute Abend Stadtfest. Riesenparty, drei oder noch mehr Bühnen. Die ganze Stadt scheint auf den Füßen zu sein. Bierflaschen, Weingläser und über dem ganzen hängt der Geruch von gegrilltem Fleisch. Alles sind fröhlich, nichtmal die Hunde der stadtbekannten Punks nerven jemanden.

Und dann komm ich angetrottelt. Völlig fertig von drei Stunden Generalprobensingen und Seminar. Wünsch mir nicht sehnlicher als mein Bett und eine Zeitmaschine. Und seh diese ganzen Menschen. Die einzig mögliche Reaktion: waaaah, bloß schnell hier raus. Dass “schnell” bei sowas ein ziemlich dehnbarer Begriff ist, kann sich sicher jeder vorstellen.

Wenigstens war der Bus halbwegs leer. Schließlich sind die ja alle noch in der Innenstadt.

Wer sich das Chaos mal anschauen will: das Sommerfest geht noch bis morgen Abend. Alternativ für Faule und zu weit weg Wohnende gibts die Marktplatz-Webcam unter diesem Link (ja, das Wort Link ist ein Link. Zumindest im ersten Satz, in dem es vorkommt.).

Life

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

…ein Bild mit Worten sagt dann wohl noch mehr.

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